Festrede von Paul Klein

Vorsitzender des Festausschusses LiKüRa-Karneval e.V.

und Ehrensenator der LiKüRa-Ehrengarde e.V.

zum 50. jährigen Bestehen des Musik- und Tanzcorps
der LiKüRa-Ehrengarde e.V.

am Sonntag, 06. August 2006


Liebe Freunde der LiKüRa-Ehrengarde, und heute speziell des Musik- und Tanzcorps, liebe Kommandantin, liebe Kommandanten, liebe Gäste am heutigen Morgen.

50 Jahre Musik- und Tanzcorps heißt auch 50 Jahre Einsatz für die LiKüRa-Ehrengarde, 50 Jahre für den LiKüRa-Karneval und 50 Jahre für unser schönes rheinisches Brauchtum.

Und hier möchte ich zuerst einmal all die erwähnen, die dazu beigetragen haben, dass wir heute dieses Jubiläum feiern können. Oft werden sicherlich mit Berechtigung die Kommandantinnen und Kommandanten sowie deren Vertreter erwähnt oder begrüßt.

Dies möchte ich natürlich heute auch tun.

Aber die vielen Aktiven, die Musiker die nach dem Taktstock des Kommandanten bzw. des Musiklehrers spielen sowie die Tanzmariechen der Corps, die nach den Ideen und Anweisungen der Kommandantin bzw. der Tanzlehrerin tanzen, sollen von mir heute nicht unerwähnt bleiben. Es waren derer im Laufe der vergangenen 50 Jahre sehr viele und Ihr alle habt für Eure Aktivität ein Dankeschön und einen Riesenapplaus verdient.

Aber nun zu den Anfängen. Nicht nur, dass der bei wenigen noch bekannte aber häufig erwähnte Maximilian Breuer im Jahre 1933 die LiKüRa-Ehrengarde gegründet hat, er war es auch, der sich Anfang der 50er Jahre einen lang gehegten Traum erfüllte und ein Fanfarencorps gründete. Als Leiter des Corps stellte Max, wie ihn seine Freunde nannten, den Mitgliedern der Ehrengarde Karl Nolden als den zukünftigen Musikmeister vor. Mit 4 Fanfaren und einem Trommler wurde begonnen. Durch den engagierten Einsatz von Karl Nolden und der erfreulichen Tatsache, dass viele junge Leute sich für das neu gegründete Corps interessierten, wuchs das kleine Corps sehr schnell zu einem stattlichen Fanfarencorps heran und wurde zum Aushängeschild der LiKüRa-Ehrengarde.


In den Anfangsjahren war der Aufbau sicherlich nicht einfach. Aber Max besorgte mit unermüdlichem Einsatz Instrumente, Fanfarentücher, Uniformen und all die Dinge, die für den Erfolg des neu gegründeten Corps notwendig waren.

Nach wenigen Jahren des Bestehens hatte Karl Nolden die Idee, neben den musizierenden Männern auch das Interesse von Damen an dem Corps zu wecken. Und mit Liebreiz und Charme schmückten kurze Zeit später einige Damen das bunte Bild des Fanfarencorps.

Durch eine Änderung der Musikrichtung in den siebziger Jahren, aber auch wegen eines angestrebten erweiterten Musikrepertoires fasste man den Gedanken, eine Umstellung von einem reinen Fanfarencorps auf Ventilinstrumente vorzunehmen. Zuerst stellte man auf Ventilfanfaren und später auf die heutige instrumentale Besetzung um.

Nachdem Karl Nolden 25 Jahre dem Musikcorps als Kommandant vorangestanden hatte, überließ er 1980 der jüngeren Generation die Leitung.
Walter Faßbender prägte hiernach im Wechsel mit Ralf Lörper einige Jahre wiederum eine neue Musikrichtung des Corps, bis im Jahre 1987 Peter Richter als Kommandant die Leitung übernahm.

Es ging mit dem Musikcorps - wie so oft im Leben - mal bergauf und mal bergab. Zum Zeitpunkt des Wechsels befand man sich auf einer Talfahrt und es galt dringend, einen Musiklehrer zu finden.

Und hier kann ich nur sagen, ein Glücksgriff gelang 1987 der LiKüRa-Ehrengarde, denn man konnte Jan Clever nicht nur überreden, nein man konnte ihn auch überzeugen, die musikalische Leitung des Corps in die Hand zu nehmen.

Und man sieht, die Überzeugung hat bis zum heutigen Tag Bestand.
Ein weiter entscheidender Schritt erfolgte 1988 als Hans Bennerscheid die Nachfolge als Kommandant des Musikcorps und dann auch ein paar Jahre später als Kommandant der LiKüRa-Ehrengarde übernahm.

Die gute Zusammenarbeit von Hans und Jan sowie allen Musikern prägte das heutige Bild des nun 50 Jahre bestehenden Musikcorps.

In diesem Zusammenhang möchte ich die im November 1993 produzierte CD "Weihnacht in LiKüRa" erwähnen. Ich glaube, in sehr vielen Familien wird diese CD an den Weihnachtstagen gerne gehört. Bei uns gehört sie jedenfalls Heiligabend immer wieder zum weihnachtlichen Musikprogramm.

 

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass durch die Gründung des Fördervereins und seit 4 Jahren durch die bestehende Musikschule ein guter Nachwuchs aus eigenen Reihen zu vermelden ist. Derzeit sind 9 Mädels und Jungs dabei, ein Instrument zu erlernen.

Zum Teil wie gestern, Abend gesehen und gehört, spielen sie schon ganz eifrig mit.

Um den Reigen der Kommandanten des Musikcorps zu schließen, möchte ich noch anführen, dass Hans Bennerscheid aus privaten Gründen im Frühjahr dieses Jahres die Leitung an Pasquale Bruzzese abgegeben hat.

Liebe Zuhörer, wir feiern aber heute nicht nur 50 Jahre Musikcorps, nein,

wir freuen uns auch über das ebenfalls 50-jährige Bestehen des Tanzcorps der LiKüRa-Ehrengarde.

Zeitgleich mit der Gründung des Fanfarencorps gründete Maxi Breuer das

Mariechen- und Kindercorps der LiKüRa-Ehrengarde.

Viele schöne Tänze wurden von ihr einstudiert und unter ihrer Leitung dem närrischen Publikum präsentiert. Ferdi Jülich übernahm von 1973 bis 1978 das Tanzcorps als Kommandant und wurde noch viele Jahre hiernach liebevoll von einigen kleinen Tanzmariechen, die an seiner Hand gingen, "Onkel Ferdi" genannt. Im Anschluss hieran übernahm Helga Lörper die Leitung und konnte 1980 bei der Teilnahme an einem Jugendtanzturnier den ersten gewonnenen Pokal in Händen halten.

Monika Richter setzte in den Jahren 1984 bis 1991 als Kommandantin die Arbeit ihrer Vorgängerinnen bzw. ihres Vorgängers mit viel Erfolg fort. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass seit 1986 Uschi Clever einige Jahre die Truppe als Tanzlehrerin trainiert hat und sicherlich dem Tanzcorps einen besonderen Stil verliehen hat.

Eine entscheidende Wende kam jedoch im Jahre 1987. Seit dieser Zeit tanzt das Tanzcorps nach der Livemusik des Musikcorps der LiKüRa-Ehrengarde.
Unüberhör- und Unübersehbar steigerte die LiKüRa-Ehrengarde durch die gemeinsamen Auftritte ihr Ansehen und wurde zum guten Markenzeichen für unsere LiKüRa-Narrenrepublik.

Einige Jahre später, nämlich 1996 wurde in Anerkennung dieser Leistung das gesamte Corps von der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann mit dem "Närrischen Löwen der Stadt Bonn" ausgezeichnet.

In den Jahren 1991 bis 2002 lag die Leitung des Tanzcorps in den Händen der Kommandantin Marion Jülich.

Und letztendlich übernahm im Jahr 2002 Tatjana Barnjakovic bis zum heutigen Tag die Leitung als Kommandantin.

Liebe Zuhörer, ich habe versucht, Ihnen trotz der langen Zeit von 50 Jahren, den Werdegang des Musik- und Tanzcorps der LiKüRa-Ehrengarde möglichst kurz und knapp vorzutragen. Ich weiß, auf der Einladung steht "Festkommers mit Jubiläumsfrühschoppen". Und bei dem Letzten möchte ich nicht im Wege stehen.

Ich darf mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit recht herzlich bedanken, ich wünsche den Corps für die Zukunft alles Gute und weitere 50 erfolgreiche Jahre.

Ich darf hiermit die Gratulation eröffnen und gratuliere Euch im Namen des Festausschusses LiKüRa-Karneval auf das herzlichste.

Blumen sind vergänglich; aus diesem Grund haben wir ein paar Blüten gepresst und in einen Umschlag gesteckt.

Wer von Ihnen, liebe Gäste gratulieren möchte, den darf ich hierzu herzlich einladen.

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